Die Geschichte der FF Hitzacker - 1930-1950

Am 26.08.1930 wurde die Motorspritze abgenommen. Der Zweizylinder- Zweitaktmotor "Goliath 2" mit einer Leistung von 800 - 1000 Litern pro Minute wurde von der Magirus AG geliefert, und konnte hinter jedes beliebiges Auto gehängt und gezogen werden. Mittlerweile verfügte der Landkreis über 17 Freiwillige Feuerwehren und 11 Pflichtfeuerwehren mit insgesamt 500 Mitgliedern.

An Löschgeräten waren vorhanden: je eine Motorspritze in Dannenberg, Wietzetze und Hitzacker, 27 bespannbare Handdruckspritzen, acht kleine Abprotzspritzen und 5 700 m Schlauchleitung. Am 31.05.1934 wurde die "Feuerwehr Marwedel" aufgelöst und als "Spritzenzug Marwedel" der Wehr Hitzacker angegliedert. Am 26.10.1934 wurde dann ein Auto für die Motorspritze angeschafft. Im Jahre 1935 wurde in Hitzacker die zentrale Wasserleitung erstellt. Durch die Hydranten wurden die beiden Handdruckspritzen überflüssig, sie sollten verkauft, und dafür eine mechanische Leiter angeschafft werden.

In den nächsten Jahren ist fast nichts mehr aufgezeichnet worden, da von der Selbstverwaltung der Wehr während des Zweiten Weltkrieges nichts mehr übriggeblieben war. Eine der schwersten Brandkatastrophen der letzten Zeit ereignete sich am 09.06.1939 in Langendorf. Zusammen mit der Langendorfer Wehr, den Wehren der Umgebung und den motorisierten Feuerwehren Dannenberg, Breese i.d.Marsch, Jameln und Lüchow kämpfte die Wehr Hitzacker gegen die Gewalt des auf immer mehr Gebäude übergreifenden Feuers. Das Wasser mußte aus der Elbe herangeführt werden. Trotz aller Anstrengungen der Wehren brannten 16 Gebäude nieder. Und in der Nacht vom 29.zum 30. November - kurz nach diesem großen Schadensfall- kam schon die nächste Katastrophe. Ein aus Richtung Uelzen kommender Eisenbahnzug stieß in voller Fahrt mit einem Zug im Bahnhof Karwitz zusammen. An der Unglücksstelle hatten sich die beiden schweren Eisenbahnlokomotiven ineinander verkeilt., am Bahndamm ein Gewirr von zerschmetterten Waggons. Über die Lokomotiven hatte sich ein D-Zug-Waggon geschoben, der, wie mehrere Güterwagen, Feuer gefangen hatten. Dazwischen verletzte und tote Menschen.

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