Realistische Atemschutzausbildung in Hitzacker

Einen außergewöhnlichen „Sonderdienst Atemschutz“ führten einige Mitglieder der Feuerwehr Hitzacker -unter der Leitung von René Steinberg-  am Samstag, dem 25.07.2009 im Feuerwehrhaus in Hitzacker durch.

Ziel dieses Dienstes war es, ein möglichst realistisches Einsatzszenario für die Atemschutzgeräteträger der Elbstadt zu erzeugen, bei dem auch unter künstlich erzeugtem Streß gearbeitet werden sollte. 10 Atemschutzgeräteträger zu jeweils 5 Trupps waren bei dem Dienst anwesend und mussten 4 vorbereitete Fahrzeughallen nach Personen durchsuchen. Auffälligkeiten wie gefährliche Stoffe und gefundene Personen mussten der Einsatzleitung sofort gemeldet werden, genau wie versperrte Zugänge zu anderen Gebäudeteilen. Besonderes Augenmerk galt in der richtigen Vorgehensweise der Trupps und bei der Einhaltung gewisser Grundsätze im Atemschutzeinsatz. So musste mit einem mit Wasser gefüllten Schlauch vorgegangen werden, welches sich bei Übungen oft nur schwer durchführen lässt, aufgrund der Gefahr, versehentlich das Strahlrohr zu öffnen und die Räumlichkeiten durch Wasser zu beschädigen. Ein extra angefertigtes Zwischenstück –welches den Wasserdurchfluss zum Strahlrohr verhindert- wurde zwischen dem Strahlrohr und dem Schlauch gekuppelt und verhinderte so einen Wasserschaden. Desweiteren wurde darauf geachtet das der Sicherheitstrupp ordnungsgemäß ausgerüstet in Bereitstellung war, und das die Atemschutzüberwachung gewissenhaft durchgeführt wurde.

Auch die 4 Fahrzeughallen wurden für den Dienst in mehrstündiger Arbeit von 2 Kameraden vorbereitet. So wurden alle Fahrzeuge aus den Hallen entfernt und die Fenster mit Folie Abgedunkelt. In den Hallen wurden große Gitterboxen aufgestellt und  3 Nebelmaschinen kamen zum Einsatz um die Sicht bis auf fast Null zu bringen. Ein Heizgerät sorgte für eine erhöhte Temperatur in den Hallen, und über Lautsprecher wurden realistische Geräusche von einem brennenden Gebäude eingespielt, bei dem Schreie von Menschen für ein Ansteigen des Adrenalins bei den Atemschutzgeräteträgern sorgte.

Auch Puppen wurden im Gebäude verteilt und stellten so die vermissten Personen da, sowie auch mehrere Behälter mit Gefahrstoffzeichen für eine weitere Gefahrenquelle im Übungseinsatz sorgten.

Ein Trupp sorgte sogar beim Einsatzleiter für einen Adrenalinstoß, der über Funk selbstständig „Mayday, Mayday, Mayday !!! Hier Angriffstrupp 3. Truppmitglied ist ohne Bewusstsein, brauchen dringend Hilfe“ meldete. Der Sicherheitstrupp wurde  sofort ins Gebäude geschickt um dem anderen Trupp zu helfen. Diese Situation war vorher zwar nicht abgesprochen, wurde aber trotzdem hervorragend von allen durchgeführt.

Alle Trupps meisterten Ihre Aufgabe und kamen erschöpft aber gut gelaunt aus dem Gebäude. Kritikpunkte und Fehler wurden angesprochen und werden aber in den weiteren Atemschutzfortbildungen geschult. Trotz der Anstrengung war die Resonanz sehr positiv und lässt auf eine Fortsetzung solch einer Übung hoffen.

  28.07.2009 R.Steinberg